FedEx St. Jude Championship 2025

PGA Tour – 7.-10. August | TPC Southwind, Memphis/Tennessee 

Straka bekommt das Annäherungsspiel und das kurze Spiel nicht wie gewünscht unter Kontrolle, gehört beim Playoff-Auftakt dennoch zu den Top 20 

Sepp Straka braucht beim Playoff-Auftakt der PGA Tour gar nicht sein A-Game in allen Spielbereichen, um im vorderen Feld mitzuspielen. In Memphis ist es in Runde eins sein Putter, der ihm – neben zwei Birdies auf den beiden Par 5 Bahnen – eine 68 (-2) sichert. Auch in Sachen Grüns “in Regulation” gehört er zu Beginn zu den Besten. In Runde zwei hinterlässt er vom Abschlag weg einen guten Eindruck, lässt aber bei den Annäherungsschlägen und im kurzen Spiel etwas liegen. Vor allem dank eine starke Back Nine mit fünf Birdies verhilft ihm aber sogar zu einer Steigerung zu einer 67 (-3). Damit rückt er näher an die Top Ten heran.  

Auch am Moving Day spielt er sich mit einer 68 weiter nach vorne. Erneut kann er auf den Back Nine mit vier Schlaggewinnen seine Klasse unter Beweis stellen. Damit schafft er vor der Finalrunde den Anschluss an die Top Ten. In der Entscheidung kann er den Blick aber nicht weiter nach vorne richten. Er trifft nur mehr knapp mehr als die Hälfte der Grüns und findet auch kaum die Fahnen. Nur drei weitere Birdies kommen auf die Scorekarte. Dem gegenüber stehen allerdings auch drei Schlagverluste. In allen drei Fällen beginnen die Probleme hingegen bereits beim Abschlag – wo er über den gesamten Turnierverlauf zu den Top 3 zählt. Beim Scrambling muss er dem tiefen Rough hingegen Tribut zollen. Während fast die gesamte Konkurrenz unter 70 Schlägen bleibt, kommt der Austroamerikaner in der Entscheidung mit einer Even-Par-70 zum Scoring.  

Dennoch bleibt er den Top 20 erhalten und nimmt einen geteilten 17. Platz (-7) mit. Im FedExCup muss er zwei Plätze abgeben, was aber aufgrund der heuer abgeschafften Starting Strokes bei der Tour Championship keine Auswirkung auf die finale Phase der Saison haben wird. Viel Bewegung ist hingegen rund um die Top 50 im FedExCup zu vermerken. Ganze fünf Spieler haben sich noch unter die besten 50 gespielt und können ihren Ball nächste Saison fix bei den Signature Events aufteen.

FedEx St. Jude Championship 2025 

Leaderboard

Turniervorschau

Die Regular Season der PGA Tour ist Geschichte, die Karten werden ab nun neu gemischt – und die Ausgangslage in den FedExCup Playoffs könnte aus österreichischer Sicht kaum spannender sein. Den Auftakt der drei Turniere umfassenden Serie, an deren Ende der neue FedExCup-Champion bei der Tour Championship (ab heuer wieder ohne „Starting Strokes“, d.h. es gilt „The Winner takes it all”) gekrönt wird, macht die FedEx St. Jude Championship im TPC Southwind in Memphis. 70 Spieler sind startberechtigt (aufteen werden aber nur 69 – dazu später mehr). Aber nur die besten 50 werden nach dieser Woche zum nächsten Turnier weiterziehen und damit ihr Ticket für alle Signature-Events in der kommenden Saison buchen.  

An der Spitze der FedExCup Rankings geht es den Herren somit nur um den Turniersieg und Momentum für die kommenden Challenges. Für die Herren, die sich noch unter die Top 50 verbessern wollen oder nur knapp darunter sind, geht es hingegen um Planbarkeit für 2026 und natürlich um enorm viel Geld.  

In den letzten beiden Jahren (seit bei der FedEx St. Jude nur mehr 70 Spieler an den Start gehen) gelang es nur fünf Spielern, sich noch von außerhalb unter die Top 50 zu kämpfen. Das Rennen ums Weiterkommen ist damit ebenso packend, wie um den Turniersieg. 

Eine Neuerung betrifft den Schauplatz. Die Grüns haben eine neue Grassorte und mehr Ondulierungen, die Abschläge wurden ebenfalls alle neugestaltet. Mit diesem Umstand und dem Playoff-typischen „go low or go home“-Charakter ist klar: Aggressives Spiel steht im Vordergrund, taktieren bringt eher wenig. 

Der Mann, den es zu schlagen gilt, ist wieder einmal Dominator Scottie Scheffler. Der heuer zum dritten Mal (in den letzten vier Jahren) nach Ende der regulären Saison an der Spitze des Rankings steht. Damit streift er schon mal 18 Millionen Dollar Bonus ein. In den letzten zehn Saisonen gelang es dem Regular Season Champion aber nur zweimal (Scheffler 2024, Jordan Spieth 2015) auch am Ende ganz oben zu stehen. Seit Einführung des Formats überhaupt nur viermal. Scheffler könnte zudem als erster Spieler den FedExCup erfolgreich verteidigen.  

Anders als Scheffler wird FedExCup Nr. 2 Rory McIlroy in dieser Woche als einziger Top 70 Spieler nicht abschlagen. Seine Teilnahme an den weiteren Turnieren ist zwar gesichert, doch seine Abwesenheit verwundert Kollegen einerseits, öffnet ihnen andererseits medial und sportlich Spielraum – etwa für Österreichs Aushängeschild Sepp Straka

Straka steht zum siebenten Mal in Folge im Playoff-Feld – und mehr denn je ist er heuer nicht nur dabei, sondern echter Sieganwärter. Denn in der laufenden Saison hat der 32-Jährige das nächste Level erreicht: zwei Saisonsiege, sechs Top-Ten-Ergebnisse, Karriere-Bestwerte bei Top-25-Platzierungen und eine mittlerweile fixe Position unter den besten 30 im FedExCup – wo er seit 2022 Stammgast ist. In Abwesenheit von McIlroy bekommt er als drittbester Spieler der regulären Saison außerdem die Ehre im Top-Flight mit Scheffler an den ersten beiden Tagen auf die Runde zu gehen. Im TPC Southwind konnte er aber nur einmal reüssieren und das Turnier unter Par beenden – 2022 verlor er in einem dramatischen Stechen gegen Will Zalatoris.