Internationale Österreichische Amateurmeisterschaft MidAm 2025
Ein starkes Starterfeld und ein Platz im besten Zustand prägen die heurige Austragung. An der Spitze durchgesetzt haben sich bei Damen und Herren zwei ÖGV Kaderspieler.
Österreichs Top-MidAmateure weisen die internationale Konkurrenz in die Schranken und sichern sich beide Titel
Die internationale österr. MidAm-Meisterschaft der Damen und Herren ab 25 Jahren (inkl. österr. Meisterschaft) wird seit 1996 jährlich ausgetragen und geht über drei Runden Zählspiel. 126 Herren und 29 Damen, darunter starke internationale Teilnehmer (der Deutsche Marian Ludwig liegt als Bestplatzierter im WAGR auf Rang 241) aus zahlreichen europäischen Ländern, haben sich heuer der Herausforderung im Golfclub Fontana gestellt. Durchgesetzt haben sich bei Damen und Herren dennoch zwei ÖGV Kaderspieler.
Damen
Die zweifache Siegerin, ÖGV MidAm Team Captain Christina Gugler, ist noch auf Babypause und heuer nicht am Start. Dafür können sich ihre Teamkolleginnen ins Szene setzen. Allen voran die ehemalige LET-Proette Nadine Dreher. Nach Bronze im Vorjahr lässt sie der Konkurrenz heuer keine Chance und sichert sich souverän sowohl die nationalen Auszeichnungen (Pokal und BSO-Medaille) als auch die Glas-Vase als Siegerin der internationalen Wertung. Ausschlaggebend vor allem ihr sicheres Spiel und die dazugehörige Konstanz. Erst am Finaltag - auf dem Weg zu einer Runde unter Par - leistet sie sich auf Loch 16 ein Doppelbogey. Ansonsten verbucht sie nur neun weitere Schlagverluste. Nach Runden von 75 und zweimal 73 Schlägen beendet sie das Turnier bei gesamt +5 und hat deutlichen Vorsprung auf die Konkurrenz.
In der internationalen Wertung sichert sich die Deutsche Julia Neumann Rang zwei. Zum Verhängnis werden ihr an den ersten beiden Tagen vor allem die Par 5 Bahnen - gleich zwei Doppelbogeys und ein Triplebogey kommen auf die Scorekarten (77/78). Am Finaltag trumpft sie dafür mit einer Even-Par-72 auf, der besten Runde unter den Damen, und beendet das Turnier bei gesamt +11. Damit überholt sie noch die bis dahin zweiplatzierte Sandra Kendlbacher. Platz drei ist für die ÖGV Kaderspielerin aber nicht in Gefahr. Mit Runden von 77, 75 (inkl. Eagle auf dem Par 5 von Loch 9) und 78 Schlägen lässt sie die weitere deutsche Konkurrenz mit einem Gesamtscore von +14 um sechs Schläge hinter sich und sichert sich nach zuletzt 2023 erneut einen Podiumsplatz.
In der nationalen Konkurrenz holt ÖGV Kaderspielerin Anja Purgauer mit Runden von 80, 79 und 82 Schlägen mit großen Vorsprung Rang drei - und sichert sich bei der Intern. Österreichische Amateurmeisterschaft MidAm zum dritten Mal in Folge Edelmetall.
Herren
Bei den Herren ist das Rennen um den internationalen Titel heuer spannend wie selten zuvor. Markus Habeler und seine deutscher Konkurrenten liefern sich ein enges Duell, das erst in einem Playoff einen Sieger findet. Dabei startet Titelverteidiger Habeler (siegreich 2023 und 2024 beim Heimspiel in Föhrenwald) mit einer tollen 70er-Auftaktrunde (-2, die geteilt beste Tagesleistung) ins Turnier. Daniel Schmieding bleibt ihm mit einer 71, trotz Doppelbogey auf Loch 13 (Par 5), knapp auf den Fersen. Eric Dörrenberg startet hingegen mit einem Doppelbogey ins Turnier - noch dazu notiert er auf den letzten beiden Bahnen jeweils das Bogey - und liegt bei gesamt 74.
In Runde zwei spielt Dörrenberg mit fünf Schlagverlusten weiter fehleranfällig. Im Gegenzug notiert er aber gleich sieben Birdies, kommt mit einer 70 zum Scoring und macht Boden gut. Denn sowohl Habeler als auch Schmieding spielen zwar sicher, Birdie-Putts wollen aber nicht mehr so häufig den Weg ins Loch finden. Am Ende des Tages stehen jeweils 73 Schläge zu Buche. Die Ausgangsposition - Habeler bei -1, die beiden Deutschen bei Even Par - verspricht somit viel Spannung für den Schlusstag
Früh scheint es am Finaltag jedoch so, als ob sich Habeler der Konkurrenz entledigen kann. Mit vier Birdies auf den Front Nine greift er nach dem Titel. Zum Turn hat er vier Schläge Vorsprung auf Schmieding, fünf auf Dörrenberg. Mit drei Bogeys auf den Back Nine und einer 71 gibt er ihnen jedoch noch einmal die Chance mitzuspielen. Die Gunst der Stunde nutzt nur Dörrenberg, der den Rückstand auf den zweiten Neun mit drei Birdies bei einem Bogey und einer weiteren 70 wieder wett macht. Beide liegen somit nach drei Runden bei -2 und müssen eine Extraschicht auf der 18. Bahn schieben. Daniel Schmieding verspielt mit vier Schlagverlusten auf den letzten fünf Bahnen hingegen seine Chancen und muss sich nach der 75 mit Rang 3 (+3) zufrieden geben. Hinter den Top drei hätten aber noch weitere Spieler mit geringen Abständen gelauert - was die Hochklassigkeit des Turniers noch einmal unter Beweis stellt.
Im Playoff hat der ehemalige Tourprofi Markus Habeler schließlich die besseren Nerven und kürt sich zum dritten Mal in Folge zum Champion. Eric Dörrenberg muss sich erhobenen Hauptes geschlagen geben.
In der nationalen Wertung holt sich mit Tobias Ebner ein eher unbeschriebenes Blatt - zuletzt zeigte er 2017 bei einem ÖGV MidAm Turnier seine Klasse - mit deutlichen Vorsprung Rang zwei hinter Front Runner Habeler und lässt mit Runden von 74, 75 und 72 Schlägen die weiteren ÖGV Kaderspieler weit hinter sich. Nikolaus Schröter, der sich heuer bei den ÖGV Ranglistenturnieren mit drei Podiumsplatzierungen bereits ins Rampenlicht gespielt hat, rollt das Feld hingegen von hinten auf und sichert sich trotz einer 79 zum Auftakt dank Runden von 74 und 75 Schlägen noch die Bronzemedaille.
Intern. Österr. Amateurmeisterschaft MidAm Damen und Herren 25+
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