
Österreichische Mannschafts-Bundesliga 2025
Die Österreichische Mannschafts-Bundesliga der Allgemeinen Klasse geht mit einem neuen Namen in die nächste Runde – ein Fixpunkt im Turnierkalender des ÖGV und ein sportliches Highlight, das in Sachen Dramatik, Teamgeist und Emotionen seinesgleichen sucht.






Historischer Triumph für den GC Murhof! Die Herren küren sich zum 15. Mal zum Österreichischen Mannschafts-Bundesligameister und sind nun alleiniger Rekord-Champion
Die Herren des GC Murhof setzen ihren eindrucksvollen Erfolgslauf fort und schreiben mit ihrem 15. Titel – der erste gelang 1986 – im Rahmen der Österreichischen Mannschaft - Bundesliga ein Stück Golf-Geschichte! Die Steirer triumphieren im Finale im Thermengolfclub Fürstenfeld-Loipersdorf gegen den GC Föhrenwald Wr. Neustadt mit 5,5:1,5 und holen nicht nur den vierten Titel in Serie, sondern übernehmen damit auch die alleinige Führung in der ewigen Bestenliste vor dem GC Wien, der sich bisher 14-mal zum Meister gekürt hat – zuletzt allerdings 1988.
Im Endspiel sorgt der weiß-grüne Traditionsclub schnell für klare Verhältnisse. Die ersten beiden Punkte holen die Vierer Marcel Wagner und Christopher Taferner (4&3 gegen Max Rödler und Maximilian Borns) sowie Tim Egger und Arthur Zirl (2&1 gegen Fabian Wultsch und Vinzent Rada). Im ersten Einzel ist die Angelegenheit sogar noch deutlicher. ÖGV-Kaderspieler Jakob Lotschak lässt Fabian Holzer beim 8&7-Sieg nicht den Hauch einer Chance und auch Nationalteamkollege Fabian Lang verschwendet beim 4&3 gegen Laurenz Maurerbauer nicht viel Zeit. Der Sieg ist perfekt. Danach wurden die Partien von Nicolaus Egger gegen Markus Habeler, Tobias Nemecz gegen Dieter Rothleitner und Thomas Austin gegen Konstantin Borns geteilt.
„Wir sind mit dem erklärten Ziel in dieses Wochenende gegangen, den 15. Titel unserer Club-Geschichte zu holen. Wir sind sehr stolz darauf, dass uns diese ,Meisterleistung‘ auch gelungen ist. Unser Team war an allen drei Tagen extrem fokussiert und hat diesen Meisterschaften seinen Stempel aufgedrückt“, erklärte Murhof-Captain Stephan Hochleitner.
Denn auch im Viertel- und im Halbfinale präsentierten sich die Murhofer als geschlossen starke Einheit und dominierten das Geschehen. Sowohl den Golf & Country Club Salzburg-Klessheim als auch den GC Montfort Rankweil haben sie jeweils mit 5:2 in die Schranken gewiesen. Dabei mussten sie nur zwei Einzelpartien verloren geben. Die 18. Spielbahn mussten sie bei keinem ihrer Punktgewinne in Angriff nehmen.
Der Weg ins Finale ist bei den Wr. Neustädtern deutlich steiniger. Zweimal können sie sich in inner-niederösterreichischen Duellen knapp mit 4:3 durchsetzen. Zum Auftakt liefern sie sich mit dem Colony Club Gutenhof ein hart umkämpftes Match bei dem drei Partien erst auf dem letzten Loch entschieden werden. Im Halbfinale stellt sich der Diamond Country Club in den Weg, der in den ersten vier Partien drei Punkte erobert. Deutliche Siege in den letzten beiden Einzeln sowie ein alles entscheidender 1auf Sieg von Fabian Holzer gegen ÖGV-Kaderspieler Thaddeus-Matteo Huainigg sorgen aber noch für den Einzug ins Endspiel.
Im Spiel um Bronze kann sich der DCC hingegen mit 5:2 gegen den Golfclub Montfort Rankweil durchsetzen und sich im dritten Jahr in Folge eine Medaille erspielen - 2023 und 2024 landeten die Niederösterreicher jeweils auf Rang 2. Die Vorarlberger müssen sich im vierten Jahr in Folge hingegen mit Rang 4 zufrieden geben.
Absteigen müssen mit dem GC Zell am See-Kaprun-Saalbach und dem Golf & Country Club Salzburg-Klessheim die beiden Aufsteiger aus der letzten Saison. Als Aufsteiger aus Div2 dürfen sich nächste Saison der Golfclub Schloss Schönborn und der GC Gut Murstätten in der Division 1 beweisen.
Auch heuer geben die Damen des Diamond Country Clubs den Ton an und bestätigen mit ihrem siebten Titel in den vergangenen neun Jahren eindrucksvoll ihre Dominanz
Bei den Damen ist der Diamond Country Club seit 2017 das Maß der Dinge. Kein Finale der Österreichischen Mannschaft - Bundesliga fand in dieser Zeit ohne ihre Beteiligung statt. 2020 mussten sie sich im Endspiel geschlagen geben, 2023 verzichtete der DCC bei dem - aufgrund von Wetterkapriolen - verschobenen Endspiel auf einen Antritt. Und auch heuer behalten die Damen aus dem Tullnerfeld im Finale mit 3,5:1,5 die Oberhand.
Im Endspiel kommt es zu einer Neuauflage der rein niederösterreichischen Finalpartie aus dem Vorjahr. Und erneut geht der Vierer mit 3&2 an die Damen (Caroline Gassauer-Fleissner und Judith Öller) des Colony Club Gutenhof. Deutlich wird die Vormachtstellung des DCC wieder erst in den Einzelpartien. Vor allem Norah Sofie Seidl zeigt hochklassiges Golf und macht mit Lara Lumbe kurzen Prozess (9&7). Die erst 16-jährige Sophie Willschke hält sich gegen die ehemalige LET-Proette Nadine Dreher zwar lange im Spiel, muss sich aber schließlich mit 3&1 geschlagen geben. Pemika Rakkan kommt ebenfalls früh auf Touren und versenkt gegen Fanny Mramor den entscheidenden Putt zum Sieg auf Loch 16. Das vierte Einzel zwischen Laura Fangmeyer und Sandra Kendlbacher (zu diesem Zeitpunkt 1auf) wird auf dem 18. Fairway geteilt.
Auf dem Weg ins Finale mussten die erfolgsverwöhnten Atzenbruggerinnen nur zum Auftakt gegen den GC Linz St. Florian (3:2) zwei volle Punkte abgeben. Im Halbfinale gegen den GC Föhrenwald Wr. Neustadt (4:1) ist nach drei Siegen bereits Schluss, die zwei verbleibenden Einzel werden vorzeitig geteilt. Die Himbergerinnen setzen sich im Viertelfinale dank einem knappen Sieg im Vierer mit 3:2 gegen den Golfclub Haugschlag-Waldviertel durch. Der 4:1-Sieg im Halbfinale gegen den Murhof fällt klarer aus, als es der Spielverlauf tatsächlich widerspiegelt. Eine Partie müssen die Steirerinnen dabei w.o. geben.
Im Spiel um Platz drei kommt es somit zum Aufeinandertreffen zwischen dem GC Murhof und dem GC Föhrenwald Wr. Neustadt, in dem sich die Steirerinnen mit 4:1 durchsetzen und sich über Bronze freuen können. Die vor Beginn hochgehandelten Damen des GC Klagenfurt-Seltenheim landen nur auf Platz 5. Absteigen müssen die Damen des GC Linz - St. Florian und vom Golfclub Haugschlag-Waldviertel. Über den Aufstieg aus Division zwei dürfen sich der Golfclub Nationalpark Hohe Tauern als Turniersieger und wie bei den Herren der GC Gut Murstätten freuen.
Herren
Damen
Turniervorschau
Das erste Augustwochenende steht ganz im Zeichen des Teamgeists: Mehr als 100 Clubmannschaften treten bei der Österreichischen Mannschafts-Bundesliga der Allgemeinen Klasse in fünf Herren- und vier Damendivisionen gegeneinander an – die Staatsmeistertitel bei Damen und Herren werden in der 1. Division ausgespielt, in den restlichen Divisionen wird um Aufstieg oder Klassenerhalt gekämpft.
Das Format bietet Spannung und verlangt taktisches Feingefühl. Bei den Damen besteht in Division eins jedes Team-Match aus einem Foursome und vier Einzelpartien, die Herren müssen sich in zwei Vierern und fünf Einzelduellen im Matchplay beweisen – ein System, bei dem jeder Punkt zählt und die Nerven oft auf die Probe gestellt werden.
Gespielt wird heuer auf den Anlagen Thermengolfclub Fürstenfeld-Loipersdorf (Division 1 Damen & Herren), GC Schloß Frauenthal (Division 2A/2B Herren), Golfpark Klopeinersee - Südkärnten (Division 2/3A/3B/4A/4B Damen), GC Mühlviertel St.Oswald-Freistadt (Division 3A/3B/3C/3D Herren), Golfclub Traunsee Almtal (Division 4A, 4B, 4C, 4D Herren) und Golf Club Murtal (Division 5A, 5B, 5C, 5D Herren).
Einzelkämpfer im Team-Modus
Die Österreichische Mannschafts-Bundesliga (früher Österreichische Mannschafts-Meisterschaften) blicken auf eine lange Tradition zurück: Bei den Herren wird heuer bereits die 64. Austragung gespielt – das erste Mal wurde 1962 um den Titel gekämpft. Bei den Damen findet 2025 die 26. Ausgabe statt.
Und obwohl Golf ist in erster Linie ein Einzelsport ist, ist die Mannschafts-Bundesliga für viele Spieler und Spielerinnen das schönste Wochenende des Jahres, weil hierbei der Teamgedanke in den Mittelpunkt rückt. Es wird gemeinsam gejubelt, gezittert, mitgefiebert und auch getrauert – genau darin liegt der besondere Reiz dieser Turniere. Und auch quantitativ ist dieses Wochenende ein Superlativ: Nirgendwo sonst gehen im Rahmen eines ÖGV-Events mehr Aktive gleichzeitig an den Start.
Titelverteidiger und Favoriten
Die Frage lautet heuer: Können die Herausforderer einen der Seriensieger zu Fall bringen, oder kann gar ein Underdog über sich hinauswachsen und für eine große Sensation sorgen? Der GC Murhof dominiert die Herrenbewerbe seit Jahren – zuletzt gelang dem Team 2024 der dritte Titel in Folge und damit der 14. Staatsmeistertitel (gleichauf mit dem GC Wien). Mit einem nahezu unveränderten Kader (Tobias Nemecz statt Simon Austin) und zahlreichen ÖGV-Kaderspielern aus verschiedenen Klassen (Fabian Lang, Jakob Lotschak, Paul Großschädl, Christopher Taferner und Marcel Josef Wagner) gelten die Steirer auch heuer als Favorit und machen Jagd auf den historischen 15. Titel. Ebenfalls zehn Spieler mit einem Minus vor ihrem Handicap schickt heuer aber der DCC ins Rennen.
Bei den Damen führte in der jüngeren Vergangenheit am Diamond Country Club bereits kein Weg vorbei. Das gut aufgestellte Team mit US-College-Spielerinnen (Laura Fangmeyer, Norah Sofie Seidl) und einer ehemaligen LET-Proette (Nadine Dreher) ist seit Jahren das Maß der Dinge – sechs Titel (dazu zwei Vize-Titel) in den letzten acht Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Nicht mit dabei sind heuer allerdings Hannah Mitterberger (an ihrer Stelle steht die Deutsche Natascha Segner) und Cathrin Egger. Zudem: Im Match Play ist alles möglich und die starke Konkurrenz - z.B. der GC Klagenfurt-Seltenheim - werden sich definitiv nicht leicht geschlagen geben.
Mit Sam Maes steht beim GC Zell am See übrigens auch ein belgischer Alpin-Ski-Weltcupfahrer im Aufgebot, der zwar offiziell Ausländer ist, aber in der Region aufgewachsen ist und bereits im Vorjahr beim Aufstieg tatkräftig mitgeholfen hat.
Einteilung 2025
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